14.11. Lukas. Tagebuch eines Landarztes

Montag, 14. November

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Ein Vorwort

Am Ende des 15. Kapitels schreibt Lukas eine berühmte Erzählung Jesu auf: Die Geschichte vom reichen Prasser und dem armen Lazarus. Diese Rede Jesu hat viele Facetten und Anspielungen. Ich möchte mir im Blog ein wenig Zeit nehmen für die Geschichte und ihr Schritt um Schritt folgen, mit dem Focus mal auf dieses, mal auf jenes, ohne Anspruch auf eine umfassende Auslegung. Den Anfang macht die Erzählung selbst. „Es war einmal“ beginnt sie. Wie das mit Geschichten ist, die mit „es war einmal“ beginnen, sie haben einen Kern, der das Zeitliche überdauert. Für heute lade ich ein, einfach bei dem zu verweilen, was die Aufmerksamkeit findet, ohne es erklären oder deuten zu müssen.

Ein Impuls: Lk 16, 19 – 31

Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag glanzvolle Feste feierte. Vor der Tür des Reichen aber lag ein armer Mann namens Lazarus, dessen Leib voller Geschwüre war. Er hätte gern seinen Hunger mit dem gestillt, was vom Tisch des Reichen herunterfiel. Stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. Es geschah aber: Der Arme starb und wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen. Auch der Reiche starb und wurde begraben. In der Unterwelt, wo er qualvolle Schmerzen litt, blickte er auf und sah von Weitem Abraham und Lazarus in seinem Schoß. Da rief er: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schick Lazarus; er soll die Spitze seines Fingers ins Wasser tauchen und mir die Zunge kühlen, denn ich leide große Qual in diesem Feuer. Abraham erwiderte: Mein Kind, erinnere dich daran, dass du schon zu Lebzeiten deine Wohltaten erhalten hast, Lazarus dagegen nur Schlechtes. Jetzt wird er hier getröstet, du aber leidest große Qual. Außerdem ist zwischen uns und euch ein tiefer, unüberwindlicher Abgrund, sodass niemand von hier zu euch oder von dort zu uns kommen kann, selbst wenn er wollte. Da sagte der Reiche: Dann bitte ich dich, Vater, schick ihn in das Haus meines Vaters! Denn ich habe noch fünf Brüder. Er soll sie warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. Abraham aber sagte: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. Er erwiderte: Nein, Vater Abraham, aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. Darauf sagte Abraham zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.

Der Weg in die Gegenwart

Innehalten. Schauen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.