einfach.mehr – Der Blog vor Ostern (1.4.21)

Gründonnerstag, 1. April

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Die Fußwaschung: Joh 13, 1-14
Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung. Es fand ein Mahl statt und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern. Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen.

Ein Impuls
Es geht um Liebe „bis zur Vollendung.“ Jesus gibt sich ganz hin. Petrus braucht etwas, um diese Hingabe annehmen zu können. Die anderen vermutlich auch. Jesus überwindet den Gegensatz von „Herr“ und „Knecht“, von Gott und Mensch. Gott wird ganz ein Dienender. Der Auftrag, den Jesus an die Jünger gibt, dass auch sie einander die Füße waschen sollen, erschöpft sich nicht in einem moralischen Appell. Sich einander zuwenden, sich auf Augenhöhe begeben, das ist die Geste Jesu, die nachzuahmen er ermutigt.

Der Weg in die Gegenwart
Auf den Atem beten: Du in mir und ich in dir.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

Die Musik:
Ich folge dir gleichfalls mit freudigen Schritten, J.S. Bach Johannes – Passion, Bach Collegium Japan.

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