Markus. Ein Reisebericht (21.9.20)

Montag, 21. September

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Tagebuch: Mk 14, 50-52
Da verließen ihn alle und flohen. Ein junger Mann aber, der nur mit einem leinenen Tuch bekleidet war, wollte ihm nachfolgen. Da packten sie ihn; er aber ließ das Tuch fallen und lief nackt davon.

Ein Impuls
Diese Begebenheit, die Markus in sein Tagebuch notiert, bietet Anlass für manche Spekulation. Warum schreibt er diese sonderbare Szene auf? Einige vermuten, dass es Markus selbst gewesen sei, der dort nackt davon läuft. Auch er wollte folgen, vermochte es aber nicht. Sein nacktes Menschsein ist alles, was ihm bleibt. Aber genau das ist es, was Gott sucht: Nicht ein fein gewebtes Tuch, sondern unser Menschsein, in all seiner Schwäche. Das genügt. Markus wurde sogar zum Chronisten Jesu.

Für hier und jetzt
Nimm dich den Tag über immer wieder einmal bewusst wahr, indem du ein paar Schritte bewusst gehst, ein paar Atemzüge bewusst machst, auf den Körper achtest und auf das, was aus deiner Umwelt zu dir dringt, was du hörst, schmeckst oder riechst. In all dem zeigt sich ein Teil deines Menschseins.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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