Ernte – Dank 30.9.2019

Montag, 30. September

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Der Text: Mk 4, 26-32

Der Text dieser Woche ist aus dem Markusevangelium: Mk 4, 26-32.

Er sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.

Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

Der Weg in den Text

Das ist der Anlass: Die Menschen fragen nach dem Reich Gottes: Besteht es darin, die Römer zu vertreiben? Kommt Gott mit Macht und fegt alles weg? Ist es groß und hat Platz für alle oder viele? Ist es ein exklusiver Zirkel?

Er sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie.

Jesus nimmt ein den Menschen geläufiges Bild, um das Reich Gottes zu erklären. Es ist ein Bild des Wachstums: Es wird gesät und die Frucht wächst, ohne dass der Sämann weiß, wie.

Er sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie.

Der Weg in die Gegenwart
„Und der Mann weiß nicht, wie.“ Das Reich Gottes hat mit Ungewissheit zu tun. Es ist ungewiss, ob die Saat aufgeht. Jeder Tag ist wie ein Acker, die Woche wie ein Fruchtzyklus, mitunter wissen wir nicht, ob und wie das wächst, was wir begonnen haben. Die Ungewissheit aushalten – auch im Beten, wo sozusagen die Bitte auf Gott hin ausgesät wird.

Vielleicht bist du auch an einer anderen Stelle hängen geblieben. Dann verweile dort und komme im Laufe des Tages immer wieder einmal darauf zurück, um ihrer Bedeutung nachzuspüren.

Audio ganzer Text:

 

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