Weiblich 21.10.2018

Audio: Text und Impuls

An den kommenden Sonntagen gibt es eine eigene Reihe, Impulse mit und von Frauen und ihrem Blick auf den Himmel: Weiblich. Impulse zu Gott und die Welt

Elisabeth von Schönau
Elisabeth wurde 1129 geboren. Mit 12 Jahren kam sie in das Benediktinerinnen Kloster Schönau. Wie ihre Zeitgenossin Hildegard von Bingen, mit der sie in Kontakt stand, empfing sie Visionen und Ekstasen. Elisabeth war eine geschätzte Gesprächspartnerin, deren Rat, gerade in geistlichen Dingen, oft eingeholt wurde. Von Krankheit geprägt verstarb Elisabeth um 1165. „Was Elisabeth ausmacht, ist das kompromisslose Ringen um die Nähe Gottes. In diesem Ringen wurde ihr eine visionäre Schau zu eigen, die auch heutige Menschen beeindrucken und uns Mut machen kann.“ (Franz Kamphaus)
Aus dem „Buch der Wege zu Gott“: „Ich, Elisabeth, schaute in der Vision meines Geistes einen hohen Berg, dessen Gipfel von einer Lichtflut erhellt war, und etwas wie drei Wege, die von seinem Fuß bis zu seiner Spitze führten. Davon hatte der eine, der mir in der Mitte genau gegenüberlag, das Aussehen eines wie Hyazinthstein heiteren Himmels, der mir aber zur Rechten lag, erschien grün und der zur Linken purpurfarben.

Der Impuls
Es gibt nicht nur den einen Weg zu ´Gott. Elisabeth zeigt verschiedene Wege. Was sie unterscheidet, sind die Anforderungen, die deutlich machen, dass nicht jeder Weg für jeden geeignet ist Was sie aber vereint ist ihre Ausrichtung: Auf Gott hin. Möglich, dass man strauchelt oder hängenbleibt und der breitere Weg nicht unbedingt der bessere ist. Elisabeth beschreibt Grundtypen von Wegen, ihrer Zeit entsprechend. Schaue auf deinen Lebensweg und begreife ihn als einen Weg, der ganz unterschiedlich aussieht und auf dem du sehr verschiedenen vorangekommen bist. Das Ziel ist möglicherweise aus der jetzigen Perspektive gar nicht erkennbar. Die Vision der Elisabeth von Schönau ist, dass das Ziel Gott ist. Wie würdest du deinen Weg beschreiben? Wo sind die Erfahrungen von Gottes Nähe, was sind dir Dornen? Wie verläuft dieser Weg, welche Farben hat er … Spüre dem nach.

Der Weg in die Gegenwart
Das, woran deine Aufmerksamkeit hängen geblieben ist, dort verweile. Du kannst auch die Musik nehmen: Cecile Chaminade (1857 – 1944) „Automne“

Die Musik
https://youtu.be/n2-_ZRi7HNg

 

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