Zwischen Himmel und Erde – Die Fortsetzung. 15.5.2018

Audio:

Der Text: Apg 17, 22-34
Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sagte: Athener, nach allem, was ich sehe, seid ihr besonders fromme Menschen. 23Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch. 24Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind. 25Er lässt sich auch nicht von Menschen bedienen, als brauche er etwas: er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt. 26Er hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. Er hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt. 27Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. 28Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art. 29Da wir also von Gottes Art sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung. 30Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, lässt jetzt den Menschen verkünden, dass überall alle umkehren sollen. 31Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, dass er ihn von den Toten auferweckte. 32Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören. 33So ging Paulus aus ihrer Mitte weg. 34Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit, außerdem eine Frau namens Damaris und noch andere mit ihnen.

Der Impuls
In ihm bewegen wir uns, leben wir und sind wir, erklärt Paulus den Griechen die Bedeutung ihres Altares für den unbekannten Gott. Gott ist also gar nicht fern und unerreichbar. Er ist wie ein Raum, den ich durchschreiten kann. Du bist in Gott, in ihm lebst du, in ihm bist du. Schreite einfach einmal diesen Raum aus. Gott gibt dir Raum.

Der Weg in die Gegenwart
Durch alle Jahrhunderte hindurch war die Barmherzigkeit oft das Zeichen, an dem die Menschen Christus erkannt haben. (Madeleine Delbrêl)

 

1 Comment

  1. Den Raum ausschreiten…
    Diese Vorstellung fällt mir schwer, wenn Gott doch größer ist als alles, so groß man gar nicht denken kann, und gleichzeit kleiner ist als alles, so klein man gar nicht denken kann.
    Mir fällt das Methaper Luft leichter als Raum.
    Luft kann ich nicht hören, sehen, riechen, schmecken, fühlen und trotzdem durchschreite ich sie ständig. Sie dringt sogar ständig durch mich durch. Und wen dem nicht so wäre, dann wäre ich physisch tot, so wie ich ohne Gott seelisch tot wäre.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s