4.11.26 Goldstaub – Lebensspuren im Alltag. Blog und Podcast im Herbst

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Etwas goldener Staub

Am Sonntag feiere ich den Gottesdienst im Limburger Dom. Ich habe schon mal geschaut, welche Texte am Sonntag gelesen werden: Das Gleichnis von den 10 Jungfrauen und ihren Lampen. Dazu gibt es einen Choral: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, schon etwas adventlich. Die Predigt ist noch nicht angefangen, aber eine Idee ist da, etwas mit dem Choral zu machen. Von Johann Sebastian Bach gibt es ein bekanntes Choralvorspiel dazu. Vielleicht ist das ein Element für die Predigt? Ich höre mir verschiedene Interpretationen an, auf der Orgel und mit anderen Instrumenten. Auf der Orgel wird es eher getragen gespielt, Streicher dagegen sind flott unterwegs. Interessant, wie dieselben Noten unterschiedlich interpretiert werden und erklingen. Hängen bleibe ich bei einer Klavierfassung mit Alfons Kontarsky. Die vertraute Melodie klingt neu, anders und vertraut zugleich.

Ein Impuls

Jeder Tag hat seine eigene Melodie, die eigenen Töne und den eigenen Klang. Wenn es eher Moll ist, dann ist es Moll, und wenn es ein strahlendes Dur ist, ist es Dur. Das sind die Noten. Doch wie spiele ich die Noten? Mal schneller, mal langsamer, mal mit diesem, mal mit jenem Register, vielleicht auch mal mit einem anderen Instrument. Vielleicht ist es hilfreich, im Laufe eines Tages immer wieder einmal kurz innezuhalten und sich zu fragen: Wie spiele ich gerade und passt das – für mich?

Verweilen in der Gegenwart

Lebendiges Innen: Gib acht auf dich. Wie ist es jetzt? Schenke dir einen freundlichen Blick. Für ein paar Augenblicke bleibe einfach bei dir.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.