
Dienstag, 3. November
Audio
Etwas goldener Staub
Fließendes Wasser, ein Gebirgsfluss zum Beispiel, hat einen eigenen Klang. Es rauscht und es gurgelt, man kann das Fließen hören. Ähnlich erging es mir gestern zu Hause, als ich eine stille Zeit hatte. Das Haus ist hellhörig und irgendwo lief eine Radiosendung. Was gesprochen wurde, konnte ich nicht verstehen. Doch der beständige Redefluss erinnerte mich als das Rauschen des Wassers. Innerlich blieb ich still
Ein Impuls
An einem anderen Tag hätte ich mich vielleicht geärgert über die Störung. Das hängt an äußeren und inneren Umständen. Dann wäre ich auch innerlich nicht still geblieben. Wie gut, dass Gottes Geist sich weder vom einen noch vom anderen bedrängen lässt. Er ärgert sich nicht über den Lärm, den ich manchmal veranstalte und er freut sich an der Stille, ja, auch wenn die Geistkraft wie das Gurgeln eines Baches klingen mag und ich nicht so recht den Inhalt verstehe, schenkt sie Weite.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Dasein: Nimm den Ort wahr, an dem du jetzt bist, als wäre es das erste Mal. Dann nimm dich wahr, wie du an diesem konkreten Ort bist. Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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