
Mittwoch, 24. Juni
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Etwas goldener Staub
Gestern fiel die übliche Sitzung aus. So musste ich nicht morgens im Berufsverkehr mich weder in eine S-Bahn zwängen noch an einem Stau hintenanstellen. Stattdessen bin ich zu Fuß zum nahen Bäcker gegangen. Zu dieser Uhrzeit war ich noch nie in meinem Viertel unterwegs. Ich treffe Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zur nahen Schule, Eltern, die die Kinder zum Kindergarten bringen, ein Frau, die mich nach dem Weg fragt. Es ist ein geschäftig-entspannter Morgen.
Ein Impuls
Madeleine Delbrêls „Zeitstaub“ – ihr Hinweis, dass der Tag kleine Inseln der Gegenwart bereithält, man müsse sie nur zusammenkehren – habe ich ganz ungeplant befolgt. Einfach im Hier und Jetzt sein für ein paar Augenblicke oder Schritte, auf dem Meditationskissen oder auf der Straße. Für heute: Auf den Zeitstaub achten.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Innen: Gib acht auf dich. Wie ist es jetzt? Schenke dir einen freundlichen Blick. Für ein paar Augenblicke bleibe einfach bei dir.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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