
Sonntag, 3. Mai
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Etwas goldener Staub
Aus dem Johannes – Evangelium: Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Diese sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin sie ihn gelegt haben. Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.
Ein Impuls
Die Begegnung von Maria Magdalena und Jesus begleitete uns schon an einigen Tagen. Heute möchte ich den Focus auf das Sehen lenken. Maria sieht in die Grabkammer und dort die Engel. Dann wandte sie sich um, sieht also in die andere Richtung und dort Jesus, ohne ihn zu erkennen. Sie sieht den Gärtner und dann sieht sie Jesus. Im Evangelium von den Emmaus-Jüngern heißt es, ihre Augen „waren gehalten.“ Sehen und Erkennen ist keine automatische Angelegenheit, sondern ein dynamisches Geschehen. Es ist wie ein Tanz, mal aufeinander zu, dann wieder voneinander weg. Für heute auf das Sehen achten.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendige Worte. Ein Segen für die Woche, aus Psalm 115:
Der Herr denkt an uns und wird uns segnen.
Sein Segen gilt ganz Israel.
Sein Segen gilt allen, die ihn achten,
ganz gleich, ob unbedeutend oder einflussreich!
Auf euch ruht der Segen des Herrn, der Himmel und Erde geschaffen hat.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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