3.3.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

Dienstag, 3. März

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Von Ivrea nach Viverone

Der Weg führt durch hügelige Landschaft. Die Alpen schwingen sozusagen aus und ich nähere mich mehr der Po – Ebene. Viverone selbst ist ein kleiner Ort an einem See, wo zu dieser Jahreszeit noch tiefe Vorsaison herrscht. Das Pilgern findet seinen Rhythmus im Gehen, bestimmt durch Landschaft und wie es mir gerade geht, und durch die eine oder andere Bar. Nicht nur auf dieser Etappe mache ich gerne, sofern es sich ergibt, eine kurze Rast in dieser uritalienischen Erfindung. Ein Espresso, ein kurzes Schwätzchen und weiter geht es.

Ein Impuls

Am Sonntag war ich mit einer Gruppe einen Tag lang um Büdingen herum pilgern. Am Ende der Tour wollten wir noch irgendwo für einen Kaffee, Cappuccino oder Radler einkehren. Die Eisdielen waren belagert, wir fanden in einem Restaurant Platz, wo wir einfach etwas trinken konnten. Hier und da eine italienische Bar, das wäre schon gut. Auch im Alltag. Und wo es keinen schnellen Espresso gibt, da könnte ein kurzes Innehalten, ein Moment mit einem selbst, eine virtuelle Bar sein, in die man kurz einkehrt, ein Schwätzchen hält und dann weitergeht. Vielleicht findet sich so eine Bar am heutigen Tag.

Verweilen in der Gegenwart

Pilgern braucht einen Rhythmus: Gehen. Innehalten. Atmen. Noch einen Moment warten. Weitergehen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.