Montag, 9. September
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Erdenwege
Die Wegimpulse sind inspiriert von meinem Pilgerweg von Lausanne nach Rom, den ich 2009 zu Fuß gegangen bin.
Unterwegs in der Toskana. Ich erlebe einen Weg mit 2 Gesichtern. Er führt über sanft geschwungene Hügel, die mit Zypressen bestanden sind. Das ist die Toskana, wie sie in zahlreichen Fotokalendern abgebildet ist. Ein bunter Strauß Feldblumen blüht am Wegesrand. An einer Stelle durchschneidet der Weg eine Kuppe. Er wird zum Hohlweg, an dessen Seiten die Wände senkrecht hochragen, mehrere Meter aus gepresstem Erdreich.
Andererseits erweisen sich die sanft geschwungenen Hügel durchaus als steil, wenn man sie erklimmen muss oder in der anderen Richtung absteigt. Stellenweise führt der Weg durch hüfthohes Gras, das das Vorwärtskommen beschwerlich macht. Doch trotz – oder gerade wegen – aller Mühsal kommt mir der Sonnengesang des Franziskus in den Sinn. Die Schöpfung ist wirklich schön, auch unabhängig von unserer gegenwärtigen Stimmung.
Ein Impuls
Einen Tag mit zwei Gesichtern gibt es nicht nur beim Pilgern. Das Leichte und das Anstrengende liegen oft eng zusammen. Franziskus hat es im Sonnengesang eingefangen und den Gegensatz aufgelöst, ohne das eine gegen das andere auszuspielen. In einer Welt, die oft nur Entweder – Oder kennt, ist das vielleicht ungewöhnlich und ebenso heilsam. Gott hält die Gegensätze zusammen.
Der Weg in die Gegenwart
Den Tag Revue passieren lassen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


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