Sonntag, 3. März
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In der Armut eines banalen Lebens
Durch uns zieh alles zu dir ...
Zieh ihn zu dir, den alten Pianisten,
der vergisst, wo er ist,
und der nur spielt aus Freude am guten Spiel,
die Geigerin, die uns verachtet
und jeden Strich um Geld verkauft,
den Gitarristen und den Akkordeonspieler,
die Musik machen für Leute,
die ihnen gleichgültig sind.
Zieh ihn zu dir, jenen traurigen Mann, der uns
seine sogenannten fröhlichen Geschichten erzählt,
ebenso jenen Trinker,
der gerade die Treppe hinuntertaumelt,
auch jene müde dasitzenden Leute
zieh zu dir hin,
die verlassen hinter ihrem Tisch kauern
und nur hier sind, um nicht anderswo zu sein. (Liturgie der Außenseiter)
Ein Impuls
Fülle ist etwas anderes als voll. Ich kann möglichst viel in etwas hineinstopfen, dann ist es voll. In der Fülle ist alles da, was es braucht, und es ist Raum da. Ein Völlegefühl habe ich, wenn ich zu viel gegessen habe, das Gefühl von Fülle nach einem guten Essen. Das kann nur ein Apfel sein, der besonders gut geschmeckt hat.
Madeleine erkennt die Fülle Gottes in der Kneipe. Sie sieht die Menschen und sie sieht Gottes Ort, ohne Gott in alles hineinzustopfen.
Mystik der Gegenwart
Mit dem Blick für eine kleine Weile bei einer Sache verweilen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


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