Kaleidoskop. Schönheit im Fragment – Der Sommerblog (16.9.)

Freitag, 16.September

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Der Augenblick: Seifenblasen

Die letzten Tage des Sommers werden genutzt, auch wenn es schon etwas frisch ist, findet die Veranstaltung draußen statt. Auf der Wiese wurden Stühle aufgestellt, davor eine Bühne, auf der der Redner steht. Später soll hier auch ein Konzert stattfinden. Die Techniker bereiten dieses wohl schon vor, in einer kurzen Pause steigen auf einmal rechts der Bühne Seifenblasen auf, große und kleine schweben vom Wind getragen in die Höhe, tanzen umeinander und entschwinden aus dem Blick. Für einen Moment ist eine schwebende Leichtigkeit da.

Ein Impuls

„Das zerplatzt wie eine Seifenblase“ sagen wir von einem unrealistischen Traum. Seifenblasen haben nicht lange Bestand, einen Moment lang sind sie da und dann zerplatzen sie. Gewiss kann ich mich in unrealistischen Vorstellungen verrennen, die Enttäuschung ist dann groß. Andererseits muss ja nicht alles Bestand haben und für die Ewigkeit gebaut sein. Auch das zeigt eine Seifenblase: Für einen Moment ist sie da in ihrer Schönheit und Leichtigkeit und verzaubert. Das kann sie nur, weil sie wieder vergeht. Welche Seifenblasenmomente hat ein Tag? Kleine Schönheiten, die auch wieder vergehen, aber für einen Moment sind sie da, schwebende Leichtigkeit.

Der Weg in die Gegenwart

Auf das Kleine achten.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.