Lukas. Tagebuch eines Landarztes

Samstag, 15. Januar

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Der Text: Lk 9, 9

Herodes aber sagte: Johannes habe ich enthaupten lassen. Wer aber ist dieser, von dem man mir solche Dinge erzählt? Und er hatte den Wunsch, ihn zu sehen.

Ein Impuls

Die hergebrachten Antworten helfen Herodes nicht weiter. Kalt stellt er fest, dass es Johannes nicht sein kann. Aber Jesus lässt ihn nicht los. Er will ihn sehen. Lukas zeigt uns den skrupellosen Machtmenschen – und doch lässt Jesus auch ihn nicht los. „Herodes begehrte ihn zu sehen“ übersetzt Luther. Wer ist Jesus? Die Antwort bleibt immer etwas offen, weil er sich nicht definieren lässt. Man kann der Antwort nachspüren, mal trägt sie einen, mal ist alles ungewiss, mal ist die Frage nach Jesus drängend und mal steht sie ganz im Hintergrund.

Der Weg in die Gegenwart

Wer aber ist dieser Jesus?

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

2 Comments

  1. Ich beginne jeden Tag mit diesem wunderbaren Impulsen, vielen Dank dafür! Ich hätte eine Frage bzw. Bitte. Ich beginne meine Meditation immer mit dem vorletzten Satz und bemühe mich, schnell den letzten Satz abzuschalten, weil er mir immer den Satz verdrängt, über den ich meditieren will. Ist es wirklich nötig jeden Tag damit zu ändern: vielleicht ist Ihnen auch ein anderer Gedanke gekommen. Das lenkt mich jedes Mal vom Wesentlichen ab. Man kann ja nicht verhindern wenn einem andere Gedanken kommen, muss das aber immer festgestellt werden? Nach über einem Jahr wage ich mir diese Bitte.
    Aber heute war es besonders ablenkend. Wer ist dieser Jesus? Erklang im Raum und ich konnte nicht schnell genug den Ausknopf drücken. Vielen Dank!!

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    1. Danke für das Echo und es freut mich, dass die Impulse hilfreich sind! Der letze Satz mit der Auffoderung, gegebenenfalls bei dem zu bleiben, was einem selbst in den Sinn kommt, möchte den Blick bewusst weiten. Ich begreife meine Impulse als eine mögliche Näherung an ein Thema oder einen Bibelvers, es gibt noch viele andere. Der kleine Satz am Ende soll dafür Raum geben und Mut machen, dem eigenen Gedanken Rau zu geben.
      Wenn der Nachsatz eher hinderlich ist, kann es hilfreich sein, sich schon zu Beginn zu sagen, dass am Ende dieser eine Satz kommen wird und dass der für einen gar nicht wichtig ist.
      Mir passiert es , dass bei einer Betrachtung gerne die Gedanken spazieren gehen. Dabei wollte ich mich doch auf diese eine Stelle konzentrieren. ich rufe sie mir dann wieder in Erinnerung. Manchmal gehe ich auch rückwärts die Gedankenkette zurück und mache dann weiter. Die Zerstreuungen und Ablenkungen sind lästig. Aber anscheinend gehören sie zum Beten dazu. Vielleicht auch deshalb rät Franz von Sales, das wandernde Herz geduldig immer wieder zurück zu holen. „Und selbst dann, wenn du nichts getan hast in deinem Leben, außer dein Herz zurückzubringen und wieder in die Gegenwart Gottes zu versetzen – obwohl es jedesmal wieder fortlief, wenn du es zurückgeholt hattest -, dann hat sich dein Leben wohl erfüllt.“

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