Ankommen – 12.12.2019

Donnerstag, 12. Dezember

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Der Ort: Im Wald
Ein Wandertag kurz hinter der Grenze in den Nordvogesen. Kaum jemand ist unterwegs. Die Bäume tragen noch etwas Laub, auf dem Boden liegt ein großer Blätterteppich, der in allen Schattierungen von gelb bis braun leuchtet, wenn die Sonne sich einen Weg durch den Hochnebel bahnt. Eigentlich ist es still, wenn ich stehen bleibe und der Lärm meiner Schritte verstummt. Dann ist ein Vogel zu hören, ganz leise der Wind und von ganz fern die Landstraße.

Der Blick zum Stern

Im Innehalten und Lauschen leuchtet der Stern. Ja, vieles muss getan werden, und wer ankommen will, muss sich bewegen. Die Könige kamen zum Stall, weil sie dem Stern und seiner Bewegung gefolgt sind. Wer aber nie rastet, erreicht das Ziel auch nicht. Ein mittelalterlicher Bildhauer hat das in der Kathedrale von Autun in einem Kapitell festgehalten: Die Könige rasten – und ein Engel weist sie auf den Stern hin. „Der Engel des Herrn … sprach: Steh auf und iss! Sonst ist der Weg zu weit für dich.(1 Kön 19,7)

Der Blick nach Innen
Immer wieder kannst du im Laufe dieses Tages und auch der anderen für einen kurzen Moment innehalten, die Beschäftigung unterbrechen und lauschen: auf die Umgebung, auf den Puls, auf den Atem, und dann weiter gehen.

Vielleicht ist dir auch ein anderes Bild oder Gedanke gekommen, und du hast den Stern an einem anderen Ort gesehen. Dann verweile dort.

Autun,_Dream_of_Three_Wise_Men

Bild: commons.wikimedia.org/wiki/File:Autun,_Dream_of_Three_Wise_Men.JPG; Cancre [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)%5D

 

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