Ankommen – 6.12.2019

Freitag, 6. Dezember

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Der Ort: In der Straßenbahn
Die Bahn ist gut gefüllt, einige dösen vor sich hin, andere beschäftigen sich mit ihrem Smartphone oder schauen aus den beschlagenen Scheiben. Wer keinen Sitzplatz hat tut gut daran sich festzuhalten, weil die Bahn schnell beschleunigt und abbremst. Sie folgt zwar ihrer eigenen Spur, aber der Verkehr bremst sie immer wieder aus.

Der Blick zum Stern

Die meisten in der Bahn kennen sich nicht. Die Notwendigkeit, diese Linie zu nehmen, hat sie zusammengeführt. Man ist sich fremd und für die Dauer der Fahrt zusammen. Der Stern leuchtet auch im Fremden, in der Sache oder dem Menschen, den wir nicht kennen. An das Unterwegssein zwischen den Haltestellen erinnert die Bibel immer wieder. „Ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen“, erinnert Gott im Buch Levitikus das Volk – und fordert es auf: „Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten.“ (Lev 19,33)

Der Blick nach Innen
Das Fremde kann neugierig machen – oder Angst. Manchmal bleibt es auch fremd, ohne Bezug zu einem. All das darf so sein. Mit diesem Blick, es darf sein, wie es eben ist, achte heute einmal darauf, was dir fremd ist.

Vielleicht ist dir auch ein anderes Bild oder Gedanke gekommen, und du hast den Stern an einem anderen Ort gesehen. Dann verweile dort.

 

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