Himmel 5.11.2019

Dienstag, 5. November

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Der Text: Hiob 22, 12-23a

Ist Gott nicht wie der Himmel hoch? Schau, wie die höchsten Sterne ragen. Und da sagst du: Was weiß denn Gott? Richtet er denn durch das dunkle Gewölk? Wolken umhüllen ihn, sodass er nicht sieht, am Himmelskreis geht er einher. Willst du dem Pfad der Vorzeit folgen, den die Männer des Unheils zogen, die vor der Zeit dahingerafft wurden, über deren Grund sich ein Strom ergoss, die zu Gott sagten: Weiche von uns! und: Was kann uns der Allmächtige tun? Und doch, er hat ihre Häuser mit Gütern gefüllt. Der Plan der Frevler ist mir fern. Die Gerechten werden es sehen und sich freuen, der Unschuldige wird sie verspotten: Wahrhaftig, vernichtet sind unsere Gegner, ihren Rest hat das Feuer verzehrt. Werde sein Freund und halte Frieden! Nur dadurch kommt das Gute dir zu. Nimm doch Weisung an aus seinem Mund, leg dir seine Worte ins Herz: Kehrst du zum Allmächtigen um, so wirst du aufgerichtet.

Der Weg in den Text

Der Himmel ist unerreichbar. Für Hiob und seine Zeitgenossen war das klar. Wenn wir heute die Weite des Alls bedenken, dann sind all unsere Flugversuche kleine Hüpfer.

Ist Gott nicht wie der Himmel hoch? Schau, wie die höchsten Sterne ragen.

Der Himmel wird zum Bild der Unerreichbarkeit Gottes. Darin steckt eine Versuchung oder ein Irrtum, zu meinen nämlich, dass Gott so entfernt ist, dass er gar nicht mehr da ist.

Was weiß denn Gott? Richtet er denn durch das dunkle Gewölk? Wolken umhüllen ihn, sodass er nicht sieht, am Himmelskreis geht er einher. Willst du dem Pfad der Vorzeit folgen, den die Männer des Unheils zogen, die vor der Zeit dahingerafft wurden, über deren Grund sich ein Strom ergoss, die zu Gott sagten: Weiche von uns! und: Was kann uns der Allmächtige tun?

Der Weg in die Gegenwart
Die Antwort im Buch Hiob ist die Hinwendung zu Gott – und das Annehmen des Menschseins, mit allen Grenzen auf Gott hoffen, der sogar die kleinen Sprünge sieht, liebevoll, nicht überwachend. „Kehrst du um, so wirst du aufgerichtet“: Du kannst aufschauen zum Himmel und dich aufrichten lassen.

Vielleicht bist du auch an einem anderen Ort oder Gedanken hängen geblieben. Dann verweile dort und komme im Laufe des Tages immer wieder einmal darauf zurück, um der Bedeutung für dich nachzuspüren.

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