Sehnsuchtsorte – 5.7.2019

Meer

Audio

Der Text: Theodor Storm, Meeresstrand
Ans Haff nun fliegt die Möwe,
Und Dämmerung bricht herein;
Über die feuchten Watten
Spiegelt der Abendschein.

Graues Geflügel huschet
Neben dem Wasser her;
Wie Träume liegen die Inseln
Im Nebel auf dem Meer.

Ich höre des gärenden Schlammes
Geheimnisvollen Ton,
Einsames Vogelrufen –
So war es immer schon.

Noch einmal schauert leise
Und schweiget dann der Wind;
Vernehmlich werden die Stimmen,
Die über der Tiefe sind.

Der Impuls
Das Gedicht von Theodor Storm lässt sich in drei Teile gliedern. Die beiden ersten Strophen erzählen, was das lyrische Ich sieht, sie beschreiben das Außen. Die nächsten beiden Strophen sind wie eine Überleitung ins Innen: Zunächst werden äußere Töne gehört, es wird geheimnisvoller, bis alles schweigt und dann vernehmlich wird, was sonst nicht zu hören ist. Der dritte Teil? Das ist das Echo in dir.

Der Weg in die Gegenwart
Was sich dir heute gezeigt hat: verweile dabei.

 

 

 

 

 

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