gefragt 23.10.2018

Audio: Text und Impuls

Der Text Mk 14, 32-42
Sie kamen zu einem Grundstück, das Getsemani heißt, und er sagte zu seinen Jüngern: Setzt euch und wartet hier, während ich bete. 33Und er nahm Petrus, Jakobus und Johannes mit sich. Da ergriff ihn Furcht und Angst, 34und er sagte zu ihnen: Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht! 35Und er ging ein Stück weiter, warf sich auf die Erde nieder und betete, dass die Stunde, wenn möglich, an ihm vorübergehe. 36Er sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht, was ich will, sondern was du willst (soll geschehen). 37Und er ging zurück und fand sie schlafend. Da sagte er zu Petrus: Simon, du schläfst? Konntest du nicht eine Stunde wachen?38Wacht und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet. Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. 39Und er ging wieder weg und betete mit den gleichen Worten. 40Als er zurückkam, fand er sie wieder schlafend, denn die Augen waren ihnen zugefallen; und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. 41Und er kam zum dritten Mal und sagte zu ihnen: Schlaft ihr immer noch und ruht euch aus? Es ist genug. Die Stunde ist gekommen; jetzt wird der Menschensohn den Sündern ausgeliefert. 42Steht auf, wir wollen gehen! Seht, der Verräter, der mich ausliefert, ist da.

Der Impuls
Weggedämmert. Als es ganz ernst wird, übermannt die Jünger die Müdigkeit, sie schlafen ein. Sie sind nicht da. Konntest du nicht eine Stunde wachen?Wachen mit Jesus – und in der Zeit. Manchmal kann auch das Gebet einschlafen, wenn es nur noch in die Innerlichkeit geht und die Zeit, die konkrete Welt ausblendet. Unser Beten, unser Betrachten der Schrift wird wach, wenn es die Welt hineinnimmt. Mit Jesus wachen, das bedeutet, mit der Welt und für sie zu wachen. Wie ist das mit Müdigkeit und Wachheit im eigenen geistlichen Leben?
Silja Walter deutet das Wachen in ihrem Gedicht „Gebet des Klosters am Rande der Stadt“ so: Jemand muß wachen / Unten an der Brücke, /um deine Ankunft zu melden, /Herr, /du kommst ja doch in der Nacht /wie ein Dieb. /Wachen ist unser Dienst, /wachen. /Auch für die Welt. /Sie ist oft so leichtsinnig, /läuft draußen herum, /und nachts ist sie auch nicht /zuhause. (Silja Walter, aus Gebet des Klosters am Rande der Stadt).
Wachen ist unser Dienst, um Gott zu erinnern.

Der Weg in die Gegenwart
Mit wachem Herzen die Zeitung lesen und daraus beten. „Ich will bei meinem Jesu wachen“, so hat Bach in der Matthäus Passion die Szene vertont: https://youtu.be/jRzP6qjTkZk

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