Als hätt der Himmel die Erde still geküsst 7.8.2018

Audio: Text und Impuls

Das Gedicht: Jochen Klepper. Gott wohnt in einem Lichte, Str. 1
1) Gott wohnt in einem Lichte,
dem keiner nahen kann.
Von seinem Angesichte
trennt uns der Sünde Bann.
Unsterblich und gewaltig
ist unser Gott allein,
will König tausendfaltig,
Herr aller Herren sein.

Der Impuls
Bis Freitag wird uns Jochen Klepper mit seinem Lied, das er 1938 geschrieben hat, begleiten.  Heute, in der ersten Strophe, geht es um die Größe Gottes. So fängt Klepper an, ähnlich wie im Vater Unser: Vor allen Bitten kommt der Lobpreis der Größe Gottes, geheiligt werde dein Name. Gott zuerst. Aber Klepper geht noch weiter: Wer Gott ist, das entzieht sich uns immer wieder. Er ist auch immer wieder anders. Denn er wohnt in einem Licht, dem keiner nahen kann. Das lernt uns Demut und hält zugleich die Neugier wach, wie Gott ist. Alle unsere Begriffe sind vorläufig. Gott sei Dank. Denn Gott ist mehr als unsere menschlichen Begriffe und Vorstellungen, viel mehr. So greift Klepper ein anderes großes Lied in gewisser Weise auf, das Lied der Maria. Magnificat, groß sein lassen. Gott du bist groß, mit diesem Gedanken, diesem Lobpreis in den Tag gehen und ihn am Abend beschließen.

Der Weg in die Gegenwart: Der heutige Abschnitt
Bei dem Wort, dem Satz, bei der Formulierung, die dich anspricht, verweile und komme den Tag über immer wieder einmal darauf zurück.

Audio II: Das ganze Gedicht

Gott wohnt in einem Lichte

 

1 Comment

  1. Die Strophe dieses Gedichtes irritiert mich etwas. Wenn Gott in uns genauso wie um uns wohnt, wenn wir in ihm geborgen sind, dann ist es ein Wiederspruch , dass das ein Licht sein soll, „dem keiner nahen kann“.
    Genauso, wenn Gott Liebe ist und wir untereinander lieben sollen, wie Gott uns liebt, dann ist dieses Licht ganz nah, so nah, wie es gar nicht näher gehen kann.

    Genauso irritiert mich, dass Gott alleine unsterblich sei, und Herr und König unter allen Herren sein will.
    Wir sind doch alle unsterblich.
    Und Jesus hat uns doch gelehrt, dass er gerade nicht verehrt werden will, sondern er hat z.b. Füße gewaschen. Und Jesus ist Gott, also heißt das, Gott will nicht als Herr der Herren gesehen werden, steigt nicht königlich auf den Thron, sondern herab. Jesus (Gott) ist herabgestiegen zu uns Menschen. Gott ist für mich einzig und alleine unfassbare, nicht in Worte zu pressende Liebe, über die ich mich mit tiefer Dankbarkeit freuen darf.
    Jesus sagte auch, was ihr einem meiner Geringsten getan habt, habt ihr mir getan. D.h. auch, nicht einen Herren unter Herren zu sehen, sondern in jedem den Herren zu sehen. Ist ja auch logisch. Wenn Gott Liebe ist, ist er in jedem. Denn kein Mensch ist von Natur aus ohne Liebe

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