Als hätt der Himmel die Erde still geküsst 28.7.2018

Audio: Text und Impuls

Das Gedicht: Matthias Claudius, Abendlied Str. 4-7
Wir stolze Menschenkinder
Sind eitel arme Sünder
Und wissen gar nicht viel;
Wir spinnen Luftgespinste
Und suchen viele Künste
Und kommen weiter von dem Ziel.

Gott, laß uns dein Heil schauen,
Auf nichts Vergänglichs trauen,
Nicht Eitelkeit uns freun!
Laß uns einfältig werden
Und vor dir hier auf Erden
Wie Kinder fromm und fröhlich sein!

Wollst endlich sonder Grämen
Aus dieser Welt uns nehmen
Durch einen sanften Tod!
Und, wenn du uns genommen,
Laß uns in Himmel kommen,
Du unser Herr und unser Gott!

Der Impuls
Nach der wunderbaren Atmosphäre der Nacht geht der Blick nun auf uns, die Menschenkinder. Das ist zunächst wenig erbauend: „eitel arme Sünder“. Die Schönheit, die besondere Stimmung kommt von Gott: „Dein Heil schauen“. So wie die besondere Stimmung des Abends verweisen kann auf eine Wirklichkeit, die größer ist, so scheint nun diese Wirklichkeit auf den Menschen. Für heute: Eine besondere Atmosphäre, so wie gestern, wahrnehmen – oder sich an jene von gestern erinnern – und sich dann erinnern, sich sagen, beten: Du Gott, lässt mich in dieser Schönheit / in dieser besonderen Situation erstrahlen.“

Der Weg in die Gegenwart: Der heutige Abschnitt
Bei dem Wort, dem Satz, bei der Formulierung, die dich anspricht, verweile und komme den Tag über immer wieder einmal darauf zurück.

Audio II: Das ganze Gedicht

Abendlied

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