
Dienstag, 20. Oktober
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Etwas goldener Staub
Der Sonnengesang des Franz von Assisi: Laudato si’, mi’ signore, per sora nostra morte corporale, da la quale nullu homo vivente pò skappare.
Gelobt seist du, mein Herr, für unsere Schwester, den leiblichen Tod;
kein lebender Mensch kann ihm entrinnen.
Ein Impuls
Das Leben in und mit der Schöpfung führt Werden und Vergehen unweigerlich vor Augen. So sehr wir uns bemühen, wir können dem Tod nicht entrinnen, „skappare“, vor ihm weglaufen. Der Gesang der Geschöpfe wäre unvollständig ohne diese Strophe. Dann wäre er eine Naturlyrik, aber letztlich weichgespült. Umgekehrt machte die letzte Strophe ohne die vorherigen keinen Sinn. Sonst gäbe es nur Tod, kein Leben. Franziskus lobt Gott für die Schwester, den leiblichen Tod, weil er aus der Hoffnung heraus lebt, dass das Leben stärker ist als Tod. Davon habe alle Strophen gesungen, davon wird der letzte Teil des Sonnengesangs singen.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Dasein: Nimm den Ort wahr, an dem du jetzt bist, als wäre es das erste Mal. Dann nimm dich wahr, wie du an diesem konkreten Ort bist. Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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