Kaleidoskop. Schönheit im Fragment – Der Sommerblog (30.8.)

Dienstag 30. August

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Der Augenblick: Stadtrhythmen

Samstags unterwegs in der Stadt. Es ist Vormittag und schon recht voll. Zwischen all den Menschen mit Einkaufstaschen fällt eine Gruppe besonders auf. Einige Frauen, ich vermute aus Eritrea, tanzen festlich gewandet Richtung Zeil. Bevor ich sie sah, habe ich schon den Takt der Trommeln gehört. Die Passanten halten inne, freuen sich an der Schönheit und Leichtigkeit der Szene.

Ein Impuls

Wie oft ist der Rhythmus eines Tages von Hektik geprägt, kein gleichmäßiger Fluss, sondern unregelmäßiges Stolpern, weniger ein Walzer im dreiviertel Takt, eher etwas experimentelles im 7/8 Takt, wo die Füße schon mal leicht ins Stolpern geraten. Aber dem zugrunde liegt noch ein anderer Takt, es ist Gottes Rhythmus und Zeitgefühl. Ab und zu kommt sie deutlicher zum Tragen, überraschend wie die Frauen mit ihren Trommeln. Madeleine Delbrêl nennt diese Musik Gottes die Musik allumfassender Liebe.

Der Weg in die Gegenwart

Auf den Rhythmus des Tages achten.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.