Lesezeit

Sonntag, 8. September

Audio

Der Text: Lk 14, 32-33
Der Text heute ist aus dem Lukasevangelium: Lk 14,32-33. Das ganze Evangelium des Sonntags findest du als eigene Audiodatei unten.

Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Ebenso kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.

Der Weg in den Text

Die Pointe des Gleichnissen kommt am Ende, sozusagen die Auflösung. Der König, der über den Krieg nachdenkt, stellt fest, dass seine Mittel nicht reichen. Interessant ist, dass er sich nicht einfach zurückzieht, sondern aktiv um Frieden bittet. Die Möglichkeit des Krieges hat er verworfen, jene des Friedens nicht.
Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Ebenso kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.

Ebenso – das ist die Gleichsetzung: Beim Hausbau wie beim Kriegführen: Die Mittel reichen nicht aus. Das ist die zweite Überraschung: Jesus sagt nicht einfach: Lass es, sondern er fordert zum Handeln auf, einem Handeln gegen die Erwartung: Nicht mehr sammeln, sondern verzichten:

Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Ebenso kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.

Der Weg in die Gegenwart
Wir haben nicht die Mittel, um in das Reich Gottes zu kommen. Das ist die unangenehme Seite dieses Gleichnisses. Wir haben aber dennoch die Möglichkeit: Den Zugang sich erhoffen von Gott und auf Eigenes verzichten. Worauf möchtest du heute verzichten, um mehr bereit zu sein für das Reich Gottes?

Vielleicht bist du auch woanders hängen geblieben. Komme im Laufe des Tages immer wieder einmal darauf zurück, und erzähle es Jesus.

Der ganze Text: Lk 14, 25-33
Viele Menschen begleiteten ihn; da wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein. Denn wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und berechnet die Kosten, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen. Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Ebenso kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.
Audio ganzer Text:

 

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