Lesezeit

Mittwoch, 4. September

Audio

Der Text: Lk 14, 27
Der Text heute ist aus dem Lukasevangelium: Lk 14,27. Das ganze Evangelium des kommenden Sonntags, das wir in dieser Woche lesen werden, findest du als eigene Audiodatei unten.

Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein.

Der Weg in den Text
Die Exegeten sagen, dass dieser Satz später hinzugefügt wurde, er Jesus sozusagen in den Mund gelegt wurde. Das ist eine in der Antike nicht unübliche Praxis. Die Gemeinde schaut auf ihre Situation und befragt gleichsam Jesus: Wie ist das mit der Nachfolge, wie ist das, wenn wir uns zu dir bekennen?
Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein.

Der Glaube an Jesus Christus schenkt eine große Freiheit, einerseits. Andererseits braucht es Entschiedenheit, sich gegen den Mainstream zu stellen. In großer Freiheit ging Jesus auf die Außenseiter zu, entschieden gegen den Mainstream.

Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein.

Der Weg in die Gegenwart
Kreuzesnachfolge, das meint nicht, dass man irgendwie Leid suchen müsse. Klaglos Ungerechtigkeit annehmen, das kann es auch nicht so einfach sein, weil es nur allzu oft dazu diente, Ungerechtigkeit zu zementieren, statt zu beseitigen. Aus der Freiheit des Glaubens entschieden Jesus folgen, die Stimme erheben, auch wenn es nicht immer genehm ist und einen in Bedrängnis bringen kann, darum geht es, bei den ersten Christen, die Jesus befragen, und auch bei uns.

Vielleicht bist du auch woanders hängen geblieben. Komme im Laufe des Tages immer wieder einmal darauf zurück, und erzähle es Jesus.

Der ganze Text: Lk 14, 25-33

Viele Menschen begleiteten ihn; da wandte er sich an sie und sagte: Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein. Denn wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und berechnet die Kosten, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen. Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Ebenso kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet.
Audio ganzer Text:

 

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