Lesezeit

Sonntag, 1. September

Audio

Der Text: Lk 14, 13-14
Der Text heute ist aus dem Lukasevangelium: Lk 14,13-14. Das ganze Evangelium des kommenden Sonntags, das wir in dieser Woche lesen werden, findest du als eigene Audiodatei unten.

Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

Der Weg in den Text
Die Logik des Geschäftes wird hier durchbrochen. Die Einladung, die Jesus vor Augen hat, beruht nicht auf Gegenseitigkeit, sondern ist einseitig:
Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

Jesus nimmt Menschen in den Blick, die sonst nicht in den Blick geraten. Sie haben nichts. Das bedeutet umgekehrt, dass das „Haben“, das Besitzen und das Sein nicht zählen, sondern viel Grundlegender: Das Menschssein, das Mitmenschsein ist der Grund für die Einladung. Wer einen Menschen um seiner selbst Willen einlädt, findet selbst eine Einladung: In den Himmel.

Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

Der Weg in die Gegenwart
Um deiner selbst willen bist du von Gott eingeladen. „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach“, beginnt in der Messe das Gebet vor der Kommunion. In gewissem Sinne sind wir alle Lahme und Arme vor Gott. „Doch du machst mich reich, lädst mich ein“, könnte das Gebet fortgesetzt werden.

Vielleicht bist du auch an einer anderen Stelle oder einem anderen Wort hängen geblieben, oder eine Frage oder eine Einsicht hat sich gezeigt. Komme im Laufe des Tages immer wieder einmal darauf zurück, und erzähle es Jesus.

Der ganze Text: Lk 14, 1.7-14
Und es geschah: Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! Denn es könnte ein anderer von ihm eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen. Vielmehr, wenn du eingeladen bist, geh hin und nimm den untersten Platz ein, damit dein Gastgeber zu dir kommt und sagt: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich wieder ein und dir ist es vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.
Audio ganzer Text:

 

1 Comment

  1. Vielen Dank für die „Lesezeit“ . War super für mich, so die Bibeltexte verständlich in unsere Gegenwart des Lebens erklärt zu bekommen und daraus anzuwenden. Dafür bin ich sehr dankbar.

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