Lesezeit

Dienstag, 27. August

Audio

Der Text: Lk 14, 7
Der Text heute ist aus dem Lukasevangelium: Lk 14,7. Das ganze Evangelium des kommenden Sonntags, das wir in dieser Woche lesen werden, findest du als eigene Audiodatei unten.

Als Jesus bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis.

Der Weg in den Text
Jesus sieht sich um. Er beobachtet dieses gesellschaftlicher Ereignis. Besonders wichtig scheint die Sitzordnung zu sein, weil sie die gesellschaftliche Ordnung spiegelt. Vielleicht nicht unbedingt die tatsächliche Ordnung, sondern jene, die sich die Gäste wünschen. Im Festsaal wollen sie so wichtig sitzen, wie sie es im richtigen Leben gerne wären.
Als Jesus bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis.

Wichtig sein, Ansehen haben. Eitelkeit. Entsteht ein Bild vor deinen Augen? Wie stellst du dir die Szene vor? Gibt es ein Wort, bei dem du hängen bleibst? Frage dich nicht, warum das so ist, verweile vielmehr einfach dabei. Regen sich Widerstände? Vielleicht magst du den Satz selber sprechen, ihn wiederholen.

Als Jesus bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis.

Der Weg in die Gegenwart

Jesus nimmt die Eitelkeiten wahr und den Kampf und das Geschachere um die vorderen Plätze. Wie ist das heute? Noch eben schnell reindrängeln in die Schlange, möglichst dicht auffahren, damit kein anderen Platz hat, die berüchtigten Handtücher, um die Liege zu reservieren, der taxierende Blick. Welche Eitelkeiten nimmst du wahr, bei anderen oder bei dir?

Vielleicht bist du auch an einer anderen Stelle oder einem anderen Wort hängen geblieben, oder eine Frage oder eine Einsicht hat sich gezeigt. Komme im Laufe des Tages immer wieder einmal darauf zurück, und erzähle es Jesus.

Der ganze Text: Lk 14, 1.7-14
Und es geschah: Jesus kam an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen. Da beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, erzählte er ihnen ein Gleichnis. Er sagte zu ihnen: Wenn du von jemandem zu einer Hochzeit eingeladen bist, nimm nicht den Ehrenplatz ein! Denn es könnte ein anderer von ihm eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen. Vielmehr, wenn du eingeladen bist, geh hin und nimm den untersten Platz ein, damit dein Gastgeber zu dir kommt und sagt: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich wieder ein und dir ist es vergolten. Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.
Audio ganzer Text:

 

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