Sehnsuchtsorte – 3.7.2019

Meer

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Der Text: Ps 104, 24-30
Wie zahlreich sind deine Werke, HERR, sie alle hast du mit Weisheit gemacht, die Erde ist voll von deinen Geschöpfen. Da ist das Meer, so groß und weit, darin ein Gewimmel, nicht zu zählen: kleine und große Tiere. Dort ziehen die Schiffe dahin, der Levíatan, den du geformt, um mit ihm zu spielen. Auf dich warten sie alle, dass du ihnen ihre Speise gibst zur rechten Zeit. Gibst du ihnen, dann sammeln sie ein, öffnest du deine Hand, werden sie gesättigt mit Gutem. Verbirgst du dein Angesicht, sind sie verstört, nimmst du ihnen den Atem, so schwinden sie hin und kehren zurück zum Staub. Du sendest deinen Geist aus: Sie werden erschaffen und du erneuerst das Angesicht der Erde.

Der Impuls
In der Antike war das Meer eher ein Schreckens- als ein Sehnsuchtsort. Die Brandung warf die Schiffe hin und her, in der Weite des Horizonts konnte man sich leicht verlieren. Die Bibel sieht die Unbändigkeit des Meeres auch als ein Gleichnis für die Größe Gottes. Ps 104 steuert eine weitere Sichtweise bei: Das Staunen über die Schöpfung. Ja, das Meer ist voll von Geschöpfen, sogar eines, um damit zu spielen. Angesichts der Güte Gottes verliert der Leviathan seinen Schrecken. Gott gibt zur rechten Zeit, auch heute. Er gibt, um zu sammeln. Sammle heute die kleinen Lebensmomente, die aufblitzen wie eine kleine Welle in der Sonne.

Der Weg in die Gegenwart
Was sich dir heute gezeigt hat: verweile dabei.

 

 

 

 

 

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