Bilderwelten 20.9.2018

Audio: Text und Impuls

Der Text Mt 13, 1-9
An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees.2Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer.3Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.4Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen sie.5Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war; 6als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.7Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.8Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.9Wer Ohren hat, der höre!

Der Impuls
Das ist wohl die ursprüngliche Fassung des Gleichnisses. Die Deutung kam später hinzu, schon in der Bibel. Mittlerweile dürften es Regale sein, die mit Auslegungen dieses Gleichnisses gefüllt werden könnten. Ich schlage dir vor, dass du dich unter die Leute setzt, hinein in die große Menschenmenge, zu der Jesus spricht. Er hat immer wieder gesagt, dass das Himmelreich nahe ist. Himmelreich – was mag das sein? Jesus gebraucht ein Bild, das sehr bekannt ist: Das Aussäen der Saat. Die Saatkörner sind von der vorherigen Ernte abgezweigt.
Du bist also am Ufer des Sees, inmitten der vielen Menschen, was dieser Jesus wohl heute zu euch sprechen wird, welches Bild, welches Gleichnis wird er finden, um euch, um dir zu erklären, wie das mit dem Himmelreich geht? In der Audiofassung folgt nach einer Pause die Wiederholung des Gleichnisses. Lesend kannst du es ähnlich halten. Nach einer Pause lies noch einmal das Gleichnis als ob du am Ufer stehst und Jesus zu dir spricht.
Bei welchem Bild, bei welchem Gedanken möchte deine Seele jetzt verweilen?

Der Weg in die Gegenwart
Bleibe bei einem Wort aus dem heutigen Text, das dich angesprochen hat und wiederhole es den Tag über immer wieder.

4 Comments

  1. Irgendwie erinnern die Samenkörner an uns Menschen – bei dem schnellen Wachstum im steinigen Boden, denke ich an Situationen die uns schnell für etwas brennen lassen und genauso schnell abebben,weil sie nicht nachhaltig sind – die Dornen könnten die Hindernisse sein, die manch einen ausbremsen und es nicht zulassen …..dann kommt die Menge,wo das gesäte gedeiht ,weil der Mensch es aufgenommen hat und wachsen lässt ,weiter gibt …..mein Himmel ist in vielen Dingen des Alltags – viele kleine Details fliessen zusammen – Begegnungen – Erlebnisse -usw.jeden Tag aufs neue – wenn dann meine Seele lächelt, ist der Himmel für mich vollkommen – solange ich noch staunen kann wie ein Kind – fühle ich mich wie im Himmel auf Erden

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  2. Spontan dachte ich, wenn ich am Ufer wäre und das alles miterleben und hören würde…würde mich fragen: warum spricht der Meister auf einem Boot ausgerechnet über ein Bild der Erde, vom Acker, warum nicht vom Wasser, wir alle leben vom See, vom Fischfang, vom Wasser….?

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