
Sonntag, 18. Oktober
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Etwas goldener Staub
Der Sonnengesang des Franz von Assisi: Laudato si’, mi’ signore, per quelli ke perdonano per lo tuo amore,
Gelobt seist du, mein Herr, für jene, die verzeihen um deiner Liebe willen
Ein Impuls
Der große Lobgesang des heiligen Franz ist keine rosarote Scheinwelt. Das klang schon bei Bruder Feuer an. Die letzten beiden Strophen nehmen den Menschen in den Blick und seine Möglichkeiten, gut oder schlecht zu handeln. Franziskus beginnt mit etwas Gutem, dem Verzeihen, dem immer eine Schuld vorausgeht. Es mag Schuld geben, die ein Mensch nicht verzeihen kann, weil die Verletzung zu groß ist. Das darf man nicht vorhalten, denn es wäre unbarmherzig gegenüber denen, die viel, zu viel, erdulden mussten. Und es gibt Schuld, die verziehen wird. Der Kreislauf der Schuld wird so durchbrochen. „Um der Liebe Gottes willen“, nicht, damit Gott uns liebt, sondern weil er uns liebt. Darin ist beides aufgehoben, die Schuld, die allein Gott heilen kann, und jene, die wir vergeben.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendige Worte. Ein Gebet für die Woche, von Franz von Assisi:
Höchster, glorreicher Gott,
erleuchte die Finsternis
meines Herzens
und schenke mir rechten Glauben,
gefestigte Hoffnung, vollendete Liebe.
Gib mir, Herr,
das rechte Empfinden und Erkennen,
damit ich deinen heiligen und wahrhaften Auftrag erfülle. Amen
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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