
Donnerstag, 24. September
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Etwas goldener Staub
Ich gehe am späten Nachmittag vom Dom in Frankfurt zur Kirche St. Ignatius zum Kontemplationsabend. Der Weg dauert ungefähr 20 Minuten und führt durch die Innenstadt. Ich komme an Touristen vorbei und an Bettlern. Auf der neuen Kräme werden Büdchen aufgebaut, die verdächtig nach Weihnachtsmarkt aussehen, obwohl es dafür definitiv zu früh ist. Vielleicht ist es irgendein anderes Festchen am Wochenende. Anzugträger stehen beim Feierabendbier zusammen. An der Alten Oper ist eine größere Versammlung, doch schon an der Seite des Konzerthauses wird es ruhiger. Im Schatten von Bäumen plätschert ein kleiner Brunnen. Die Sonne steht tief am Himmel, so dass sie blendet.
Ein Impuls
Es war einfach ein Weg von A nach B. Er hat gutgetan nach einem langen Bürotag: Die Bewegung, und einfach sein, bei dem, was ist. Hier war es das Gehen und Wahrnehmen, wo ich gerade gehe, auch wenn der Weg bekannt war. Die Kontemplation hat schon unterwegs begonnen.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiges Außen: Gib acht auf das Lebendige um dich herum. Jetzt oder im Laufe des Tages, oder erinnere dich an einen lebendigen Moment des letzten Tages.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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