
Mittwoch, 4. März
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Von Viverone nach Santhià
Der Weg von Viverone nach Santhià bedeutete vor allem, den Weg finden. Die Markierungen haben sich ab und zu versteckt, die Karte gab zwar Hinweise, die aber, und das war vermutlich der eigentliche Grund, durch den beständigen starken Regen im Wortsinn verwässert wurde. So verlaufe ich mich und lande in einem Ort, wo ich erst einmal herausfinden muss, wo ich bin. Es ist nicht Santhià, aber es gibt einen Bus dorthin. Während ich auf den Bus warte, trockne ich in einer Bar an der Haltestelle.
Ein Impuls
Der Impuls stammt aus meinem Pilgertagebuch. Ich hatte angefangen, die Bibel von vorne zu lesen. Mittlerweile war ich bei Mose und notierte in Santhià: nachdem Mose all die schönen Offenbarungen und Erlebnisse auf dem Berg hatte, schickt ihn Gott nun wieder hinab in die Ebene, um all das umzusetzen: Ein Zelt nähen, Gefäße schmieden, Kleidung schneidern … Heute durch die Ebene des Alltags gehen in dem Wissen, es ist ein Gottesort.
Verweilen in der Gegenwart
Pilgern braucht Rast: Sich eine Pause gönnen. Den Ort wahrnehmen, an dem du bist, als würdest du ihn zum ersten Mal sehen. Dann nimm dich wahr an diesem konkreten Ort, dem Wohnzimmer, der Parkbank, im Bus … Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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