Samstag, 2. März
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In der Armut eines banalen Lebens
Voll, zweiter Teil: Es gibt Zeiten, da ist die Stadt leer und man kommt gut durch, egal ob mit dem Auto, mit dem Rad oder auch zu Fuß. Zu anderen Zeiten ist es schwierig. Der Gehsteig oder auch die Fußgängerzone sind voll von Menschen, die alle in unterschiedlichem Tempo gehen. Manche bleiben genau dort stehen, wo möglichst viele Leute vorbeikommen müssen, so ist zumindest der Eindruck. Schwierig, den Weg zu finden.
Ein Impuls
Beim Gebet und der Meditation geht es mitunter zu wie samstags auf der Fußgängerzone. Gedanke wuseln herum und stellen sich genau da hin, wo ich den Weg nach innen vermute. Es fällt schwer, sich zu konzentrieren und zur Ruhe zu kommen. So wie es in der Fußgängerzone keine gute Idee ist, die Leute einfach umzurennen, so ist es auch nicht hilfreich, die Zerstreuungen sozusagen umzurennen. Aber ich kann drum herumgehen, auf den Atem achten, der mir einen kleinen Raum schafft. Ab und zu kann ich die Zerstreuungen umtanzen. Und manchmal muss ich einfach für einen Moment stehen bleiben, bis sie gehen, die Gedanken wie die Leute.
Mystik der Gegenwart
Mit dem Blick für eine kleine Weile bei einer Sache verweilen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.


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