17.5. Osterspaziergänge. Der Blog bis Pfingsten

Mittwoch, 17. Mai

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Ein Spaziergang

Ein Gedicht von Elizabeth Dickinson (1830 – 1886) über ein gefiedertes Ding:

"Hoffnung" ist das Ding mit Federn -
Das in der Seele hockt -
Und die Melodie ohne Worte singt -
Und niemals aufhört - gar nicht -

Und am süßesten - im Sturm - zu hören ist -
Und schmerzlich muss der Sturm sein -
Der den kleinen Vogel entmutigen könnte
Der so viele wärmt -

Ich habe es im kältesten Land gehört -
Und auf dem seltsamsten Meer -
Doch - nie - in Extremen,
hat es von mir einen Krümel verlangt.

Ein Impuls

Es gibt Tage, die fliegen nur so dahin, getragen von Leichtigkeit. Andere lassen einen am Abend ziemlich gerupft zurück. Der Seele Hoffnung ist in beiden. Sie macht ja nicht eine schwere Situation erträglicher oder ist in einer schönen überflüssig. Sie lässt mich über mich hinauswachsen, über mich hinaus hoffen. Ich weiß gar nicht, ob zu hoffen einfacher fällt in leichten oder schweren Situationen. Aber ich bin froh über das Ding mit den Federn.

Der Weg in die Gegenwart

Innehalten. Atmen. Weitergehen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.