4.3. Resonanz. Der Blog in der Fastenzeit

Samstag, 4. März

Audio

Ein Klang

Am Friedberger Platz ist freitags ein kleiner Markt. Im Sommer bleiben viele Menschen gerne am Abend und bevölkern den Platz, ausgestattet mit Weck, Wein und Wurst von den Ständen, bis gegen 22.00 Uhr die Stadtreinigung kommt und dem Treiben ein Ende bereitet. Heute ist ein kalter Winterabend. Ich staune, dass dennoch eine ganze Reihe von Menschen das Sommervergnügen auch im Winter genießen. An einer Ecke steht ein Wagen der Stadtpolizei. Nichts Ungewöhnliches, bis ich den Aufsteller sehe und schmunzeln muss: Die Polizei ist nicht da, um das Partyvolk zu beaufsichtigen, sie werben um neue Kolleginnen und Kollegen. Das hat was, genau an dem Ort, wo man sonst die Leute zum Gehen auffordert, sie fürs Bleiben zu gewinnen.

Ein Impuls

Manchmal muss man das Gegenteil tun, um weiterzukommen. Ich geben einem Impuls nicht nach, ich versuche etwas anderes, wenn der bisherige Weg nicht klappt. Fastenzeit bietet Gelegenheit dazu: Ich verzichte, um letztlich mehr zu haben, von mir, vom Tag, von der Welt. Ich mache etwas Unerwartetes, so wie die Stadtpolizei, oder wie die Leute an einem kalten Winterabend.

Klangraum. Der Weg in die Gegenwart

Wahrnehmen, wie beim Ein- und Ausatmen der Körperraum sich verändert.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.