Ernte – Dank 5.10.2019

Samstag, 5. Oktober

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Der Text: Mk 4, 26-32

Der Text dieser Woche ist aus dem Markusevangelium: Mk 4, 26-32.

Er sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.

Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

Der Weg in den Text

Aussaat bedeutet Veränderung, sogar ziemlich radikale Veränderung:

Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

Jesus übertreibt ein wenig, was die Größe einer Senfstaude angeht. Aber er schreibt ja kein biologisches Lehrbuch, sondern erzählt von Gott und wie er die Welt und die Menschen umfängt: Das ist immer größer als wir es uns vorstellen.

Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

Der Weg in die Gegenwart
Aussaat bedeutet Veränderung. Natürlich ist nicht jede Veränderung gut. Aber umgekehrt ist das Bewahren an sich auch nicht gut. Madeleine Delbrêl ist da radikal, wenn sie schreibt:
„Wenn wir versuchen, einfach Christen zu bleiben, verkümmert unser Glaube meist, und meist bleiben wir gerade dann keine echten Christen. Das Festhalten am „Status Quo“ scheint uns, von Nahem betrachtet, die tödlichste Einstellung zu sein – vielleicht, weil es in Bezug auf den Glauben sozusagen gegen die Natur ist.“

Vielleicht bist du auch an einer anderen Stelle hängen geblieben. Dann verweile dort und komme im Laufe des Tages immer wieder einmal darauf zurück, um ihrer Bedeutung nachzuspüren.

Der ganze Text: Mk 4, 26-32
Er sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.

Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.

Audio ganzer Text:

 

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