
Lehre uns, jeden Tag die Umstände, unseres Menschseins anzuziehen
Wie ein Ballkleid, das uns alles an ihm lieben lässt
Um deinetwillen, wie unentbehrlichen Schmuck.
Gib, dass wir unser Dasein leben
Nicht wie ein Schachspiel, bei dem alles berechnet ist,
Nicht wie einen Wettkampf, bei dem alles schwierig ist,
Nicht wie einen Lehrsatz, bei dem wir uns den Kopf zerbrechen,
Sondern wie ein Fest ohne Ende, bei dem man dir immer wieder begegnet,
Wie einen Ball,
Wie einen Tanz,
In den Armen deiner Gnade,
Zu der Musik allumfassender Liebe.
Herr, komm und lade uns ein.
Dies ist der Schluss des großen Gebets „Der Ball des Gehorsams“ von Madeleine Delbrêl. Glauben und Leben atmen für sie immer auch die Leichtigkeit eines Tanzes. Ihr Tanz findet im großen Ballsaal Gottes statt – und das ist die Welt. Hier liegt, so finde ich, die Brücke zu Ostern. Das Leben, das in der Auferstehung neu begonnen hat, beginnt nicht erst im Himmel und es ist nicht ein Ereignis in der Vergangenheit, damals, als Jesus auferstand. Es geschieht jetzt, in dieser konkreten Welt, im Alltag und am Festtag.
Der Blog folgt der Spur des österlichen Tanzes. Komm, Herr, und lade uns ein.

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