
Du hast uns heute Nacht
in dieses Café Le Clair de Lune geführt.
Du wolltest dort du selbst sein für ein paar Stunden der Nacht.
So beginnt die „Liturgie der Außenseiter“, jener großartige Hymnus von Madeleine Delbrêl über die Gegenwart Jesu in der Welt in und durch uns. Die Liturgie habe ich schon öfters im Blog aufgegriffen. Nun möchte ich die Fastenzeit 2024 mit ihr gestalten und ihrer Dynamik folgen.
Im Sinne von kleinen Exerzitien im Alltag geht es durch die Fastenzeit, inspiriert von Madeleine Delbrêl und ihrer Alltagsspiritualität. Die Tage sind miteinander verbunden, aber jeder Tag steht für sich, so dass man nicht von Anfang bis Ende dabei sein muss, sondern ein- und aussteigen kann, wie es für einen passt.
In der Armut eines banalen Lebens die Gesten Jesu vollziehen ist für Madeleine Quelle ihrer Spiritualität. Für sie gibt es keine exklusiven Gottesorte, außer dem einen, nämlich die Welt. In ihr will Gott er selbst sein, für ein paar Stunden der Nacht. Er will dort nicht allein sein, sondern er führt uns dorthin, wo er selbst sein will. Gewöhnliche Orte, überraschend in dem Sinn, als dass ich Gott dort nicht vermute. Das ist die Alltagsmystik Madeleines, die sich einladen lässt in die Gegenwart Gottes im banalen Alltag, ohne diesen irgendwie zu verklären. Gegenwart ist nicht das außergewöhnliche Ereignis, sondern einfach sein, mit Gott, der in einer Vorortkneipe zu finden ist, in der Metro, auf der Arbeit, kurzum in dem, was wir Alltag nennen.
Der Blog schaut jeden Tag auf die Armut des banalen Lebens, fragt nach einer Geste Jesu und gibt eine Anregung, mehr in die Gegenwart zu kommen. Herzliche Einladung!

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