Aus dem Leben gegriffen: Die Psalmen

Die Psalmen sind das große Gebetbuch der Bibel. In diesen jahrtausendealten Texten findet sich das ganze Leben wieder. Es gibt die Freude, die kein Halten kennt, tiefe Trauer, Zorn und Zweifel, Fluch und Segen. Nichts Menschliches ist ihnen fremd und vielleicht gerade deshalb ist das Göttliche in ihnen so präsent. So wohnt diesen Gebeten und Gedichten eine Aktualität inne, die Zeiten und Kulturen überbrückt. Viele Übersetzungen und Ergänzungen kennt der Psalter. Martin Buber hat ihn wortmächtig übertragen (Das Buch der Preisungen), Hanns Dieter Hüsch hat „Psalmen für alle Tage geschrieben“, Annette Jantzen hat in „Gottes Wort weiblich“ eigene Übertragungen geschaffen; Psalmen wurden und werden gesungen, von den Mönchen im Stundengebet bis zum modernen Gospelsong. Das „Miserere“ von Allegri erlangte Weltruhm, fast jeder Komponist hat Psalmen vertont, in Taizé hat das Psalmengebet eine eigene Form gefunden.

Der Blog bis Aschermittwoch schlägt den Psalter auf – und mit ihm das Leben. Herzliche Einladung!