
Montag, 13. April
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Etwas goldener Staub
In der Kirche Sankt Bernhard habe ich die Feier der Osternacht besucht. Auf dem Vorplatz brannte stimmungsvoll das Osterfeuer, dann sind wir der brennenden Osterkerze in die dunkle Kirche gefolgt. Viele Menschen waren da, so dass ich unter den Letzten war, die in die Kirche kamen, und hinten Platz nahm. Nicht nur das Licht der Kerze leuchtete in der Dunkelheit, auch die Flammen des Feuers schickten durch das geöffnete Portal ihr lebendiges Licht in den Raum. Es war eindrucksvoll, doch mehr noch war es eine Begebenheit später. Eine Messdienerin mit Down-Syndrom versah ernsthaft und mit viel Freude ihren Dienst. Bei der Kommunion bekamen alle den Kelch mit dem Wein gereicht, auch sie. Das Mädchen trank einen Schluck, gab den Kelch zurück, schaute sich um und ballte in großer Freude die Faust. Nie habe ich ein schöneres „Amen“ gesehen.
Ein Impuls
Freude ist unmittelbar. Das durfte ich in Sankt Bernhard sehen und erleben. Wenn du am Abend auf den Tag blickst, oder am Morgen auf den gestrigen Tag: Erinnere dich eines Momentes der Freude, so klein er auch sein mag.
Verweilen in der Gegenwart
Lebendiger Atem: Achte auf deinen Atem, wie er kommt und geht, wie er Weite schenkt und wie du ausatmend etwas lassen kannst.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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