12.4.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

In der ersten Veröfffentlichung hat sich ein Fehler eingeschlichen, so dass der Text zu „Rom“ fehlte. Hier nun die vollständige Fassung.

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Rom

Ich bin da. Unglaublich. So weit hat Gott mich begleitet, dass ich wohlbehalten am Ziel meiner Reise ankomme. Aber der Petersplatz ist jetzt nicht der Ort, an dem ich verweilen möchte. Zu viel los und auch zu groß. So mache ich mich auf Richtung Tiber und die Altstadt. Über Mittag sind die Kirchen geschlossen. So gehe ich ein wenig ziellos umher, bis ich sozusagen auf das Pilgerzeichen in meinem Inneren achte und das mir den Weg weist. S. Ignazio ist mein Ziel der Pilgerreise. Dort bin ich 1992 zum Priester geweiht worden. Ob das der Grund war, diese Kirche aufzusuchen, weiß ich nicht. Doch war es der richtige Ort für den Abschluss.

Ein Impuls

Danke für die Wegbegleitung an den letzten 53 Tagen. Ja, so lange ging dieser Blog und Podcast. Mit der 54. Folge findet er nun seinen Abschluss. Morgen geht es anders weiter.
Was ist das Ziel? Es ist nicht immer das Ziel, das von außen vorgegeben wird, sondern es ist dein Ziel. Ich denke an die Pilgerfreunde aus der Schweiz, die sich fragten, ob sie „richtig“ pilgern. Ja, weil es ihre Weise war. Es gibt nicht den einen Weg, weder beim Pilgern noch im geistlichen Leben. Aber es gibt deinen Weg. Sehr oft findet sich dieser Weg im Alltag. Als Brücke in den neuen Blog und Podacst (der heute am Sonntag entsteht) und in den Alltag eine weise Bemerkung meines sehr guten Freundes, der in Rom lebte und mich in Rom erwartete: „Ab morgen ist das Leben wieder schrecklich normal.“

Verweilen in der Gegenwart

Pilgern braucht Segen, der Segen vom Anfang in Lausanne, Ps 121:

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: * 
Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn, *
der Himmel und Erde gemacht hat.
Er lässt deinen Fuß nicht wanken; *
er, der dich behütet, schläft nicht.
Nein, der Hüter Israels *
schläft und schlummert nicht.
Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten; *
er steht dir zur Seite.
Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden *
noch der Mond in der Nacht.
Der Herr behüte dich vor allem Bösen,
er behüte dein Leben.
Der Herr behüte dich, wenn du fortgehst und wiederkommst, *
von nun an bis in Ewigkeit.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.