6.4.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

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Osterrast

Bei meinem Pilgerweg bin ich am nächsten Tag weitergegangen. Im Blog und Podcast machen wir für Ostern heute noch Rast, morgen brechen wir wieder auf für die letzten Etappen der Via Francigena.

In gewissem Sinn waren auch die Emmaus – Jünger Pilger. Sie wussten es nur nicht. Hauptsache weggehen, das war ihr Ziel. Sie haben ihn nicht gesucht, doch Jesus findet sie. Den ganzen Weg gehen sie miteinander, sie merken, wie sich ihr Herz öffnet, doch noch haben sie keine Worte dafür. Doch dann am Abend, bei der Rast, lässt die Geste Jesu sie erkennen: Er lebt. Brannte uns nicht das Herz.

Ein Impuls

Madeleine Delbrêl hat es zwar nicht beabsichtigt, doch lässt sich dieser Abschnitt aus ihrem großen Gebet „Der Ball des Gehorsams“ wie ein Kommentar zum Evangelium der Emmaus – Jünger lesen. Und auch wie ein Kommentar für so manchen Stolperer, der einem passiert:

Um gut tanzen zu können - mit dir oder auch sonst,
Braucht man nicht zu wissen, wohin der Tanz führt.
Man muss ihm nur folgen,
Darauf gestimmt sein,
Schwerelos sein,
Und vor allem: Man darf sich nicht versteifen.
Man soll dir keine Erklärungen abverlangen,
Über die Schritte, die du zu tun beliebst,
Sondern ganz mit dir eins sein - und lebendig pulsierend
Einschwingen in den Takt des Orchesters, den du auf uns überträgst.

Verweilen in der Gegenwart

Mit einer bewussten Geste in den Tag starten und aus ihm herausgehen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.