
Freitag, 3. April
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Von Bolsena nach Montefiascone
Der Weg führt hoch zum Kraterrand. nach Montefiascone, das schon am Horizont mit der markanten Domkuppel zu erkennen ist Doch dann geht es wieder hinab und wieder hoch, durch Wald, Felder und Olivenhaine. Der Vulkanboden bringt eine üppige Vegetation hervor, an der wie an den Ausblicken auf den See ich mich aber nur zum Teil erfreuen kann. Das ständige Auf und Ab ist mühsam. Das Gehen bei Hitze auf einem Weg, der scheinbar nicht endet und nach einer Stunde immer noch so aussieht wie zuvor, ist auch eine Form von Leer-Werden. Einfach das tun, was zu tun ist. Aber dann ist es geschafft und ich lasse den Krater endgültig hinter mir. Das letzte Stück hoch nach Montefiascone führt über eine gut befahrene Straße, so dass ich nochmals aufmerksam sein muss.
Ein Impuls
In Italien ist heute am Karfreitag kein Feiertag. Ich habe es, als ich in Rom lebte, immer als etwas merkwürdig erlebt, dass das Leben einfach so weiterrauscht, während in den Kirchen die Liturgie des Karfreitag gefeiert wird. Doch so ist es: Gottes Liebe geht ganz bis zum Äußersten, nicht in einem Schutzraum, sondern in der Welt, letztlich nicht um irgendetwas willen, sondern allein um der Liebe willen Gott ist nur Liebe
Verweilen in der Gegenwart
Pilgern braucht Rast: Sich eine Pause gönnen. Den Ort wahrnehmen, an dem du bist, als würdest du ihn zum ersten Mal sehen. Dann nimm dich wahr an diesem konkreten Ort, dem Wohnzimmer, der Parkbank, im Bus … Für ein paar Augenblicke einfach da sein wollen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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