27.3.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

Freitag, 27. März

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Von Colle Val d’Elsa nach Siena

Was für ein Gegensatz zu gestern: Vom blauen Himmel lacht die Sonne. Der Weg führt abwechslungsreich mal durch Wäldchen, mal über Felder, vorbei an den Zinnen von Monteriggioni, der alten Feste von Siena. Kurz vor Siena geht es über eine große Wiese, die mal ein Flugplatz war. Einen Weg gibt es nicht, nur einen Punkt, den man laut meinem Führer anpeilen soll. Es funktioniert und ich komme in die Vororte. Das letzte Stück macht der Stadtbus, um nicht die Straße nehmen zu müssen. Eine gute Entscheidung, denn der Bus fährt durch eine kleine Schlucht, dicht am Felsen vorbei. Ein Pilger hätte hier keinen Platz gehabt. So erreiche ich schließlich Siena.

Ein Impuls

Mit Blick auf diesen Tag und die vergangene Woche: Wenn es eine Landschaft wäre, wie sähe es aus? Welche Wege bist du gegangen? Welche Abschnitte gab es, schöne, anstrengende, gefährliche, langweilige …? Auf die Landschaft der letzten Woche oder des Tages schauen.

Verweilen in der Gegenwart

Pilgern braucht Achtsamkeit: Gönne dich ein wenig dir selbst. Nimm wahr, wie es jetzt ist. Schenke dir einen freundlichen Blick. Lass den Atem strömen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.