
Dienstag, 24. März
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Von San Miniato nach Gambassi Terme
Der Weg durch die Toskana zeigt heute zwei Gesichter. Da ist die Bilderbuch Toskana mit den Hügeln und den Zypressen. Andererseits erweisen sich die sanft geschwungenen Hügel durchaus als steil, wenn man sie erklimmen muss oder in der anderen Richtung absteigt. Stellenweise führt der Weg durch hüfthohes Gras, das das Vorwärtskommen beschwerlich macht. Auch Rastplätze sind rar. Doch trotz – oder gerade wegen – aller Mühsal kommt mir der Sonnengesang des Franziskus in den Sinn. Ich verstehe jetzt mehr, warum er ihn geschrieben hat. Die Schöpfung ist wirklich schön, auch unabhängig von unserer gegenwärtigen Stimmung.
Ein Impuls
Ob man eine geraume Zeit draußen sein muss, so wie Franziskus, um den Gesang der Geschöpfe zu verstehen, weiß ich nicht. Doch das berühmte Lied von Franziskus gibt den Impuls für heute, egal ob drinnen oder draußen. Sei gelobt, beginnen die Strophen, und es folgt ein ehrliches Lob. Für was magst du heute Gott loben, wie klingt dein „Sei gelobt“?
Verweilen in der Gegenwart
Pilgern braucht einen Rhythmus: Gehen. Innehalten. Atmen. Noch einen Moment warten. Weitergehen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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