23.3.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

Montag, 23. März

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Von Altopascio nach San Miniato

Wieder ändert der Weg sein Gesicht. Es geht hauptsächlich über Wege, fast ganz ohne Straßen. Die Landschaft wird allmählich wie die Toskana, die man aus Bildern kennt, mit ihren sanft geschwungenen Hügeln, auf denen Zypressen stehen. Doch durchquere ich auch eine Dünenlandschaft, die ich so nicht erwartet hätte.

Ein Impuls

One day at a time – einen Tag auf einmal, so lautet ein Ratschlag. Ja, beim Pilgern gibt es ein Ziel, doch erreicht wird es durch jeden einzelnen Tag. So wird das Pilgern zu einer Übung, in der Gegenwart anzukommen und zu bleiben. Mit dem Montag beginnt eine neue Woche. Sie wird, zumindest grob, ihren Plan haben. Ich kann zwar auf Freitag hinarbeiten, doch heute ist Montag. Heute das tun, was heute dran ist. Für heute nur dieser Tag – und sich überraschen lassen, was sich zeigt, vielleicht am Abend in der Rückschau mit der Frage: Wer und was ist mir heute begegnet? Was war heute bedeutsam?

Verweilen in der Gegenwart

Pilgern braucht Segen, ein Segen nach Röm 15,13: Der Gott der Hoffnung erfülle dich mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass du immer reicher werdest an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.