
Donnerstag, 19. März
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Von Sarzana nach Marina di Massa
Heute geht es ans Meer. Von dort her weht eine leichte Brise und kündigt es an, bevor ich es sehe. An einer stark befahrenen Straße geht es entlang, mit einem abgetrennten Rad- und Fußweg und schön eben. Entlang der Küstenstraße geht es nach Marina di Massa. jedoch ist vom Meer wenig zu sehen, weil zunächst die Hafenanlagen und dann die Badeanstalten den Blick versperren. Aber das Meer ist da, die salzige Luft weht herüber und ich kann es riechen.
Ein Impuls
„Gott ist überall – wie kommt es, dass ich so oft woanders bin.“ (Madeleine Delbrêl) Im Alltag scheint sich Gott oft zu verbergen. Er ist zwar da, aber ich sehe ihn nicht. So wie das Meer, das hinter den Badeanstalten versteckt war. Selbst nach einem Moment, wo er ganz nahe war, kann der Alltag sich leicht wieder davorschieben. Doch Gott ist da. Nicht immer, vermutlich sogar die meiste Zeit, direkt erfahrbar. Das wäre für die Seele auch eine Überforderung. Doch in dem Maße, wie sie es fassen kann. Gott ist auch hinter den Badeanstalten des Alltags. Wie salzige Meeresluft weht es mitunter herüber, als Erinnerung und Ermutigung der Gottesname: Ich bin da. Vielleicht magst du dich an einen salzigen Meeresduft Gottes erinnern oder am Tag darauf etwas mehr achten.
Verweilen in der Gegenwart
Pilgern braucht Proviant: Heute ganz bewusst essen, ohne Ablenkung durch Zeitung, Fernsehen, Radio, Handy … Gut kauen und auf den Geschmack kommen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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