
Mittwoch, 18. März
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Von Aulla nach Sarzana
Mit Sarzana kommt das Meer nahe. Doch auch dieser Weg will gegangen werden. Hauptsächlich durch Wald und bergab, das klingt angenehm und so ist es auch. Jedoch mache ich an einer Stelle, wie sich später herausstellt, einen Fehler, und nehme einen anderen Weg, der zwar markiert ist, aber nicht mein Weg ist. Plötzlich geht es wieder bergauf. Ohne genau zu wissen, wo ich bin, gehe ich weiter, komme in ein kleines Dorf, suche weiter, nehme die Straße bis in eine Ortschaft. Freundliche Menschen erklären mir, wo ich bin und dass ein Bus nach Sarzana fährt. Ein Bauarbeiter bietet mir an, sollte der Bus nicht kommen, kann er mich die 16 km mitnehmen. Der Bus kommt und der Busfahrer hat sogar eine Empfehlung für die Übernachtung. Vor der Herberge hält er extra für mich an und lässt mich aussteigen.
Ein Impuls
Der Tag heute wird so sein, wie er ist. Vielleicht ist es nicht spürbar – und doch gibt es die Erfahrung, die in Psalm 139 aufgeschrieben wurde: Ob ich sitze oder stehe, du kennst es. Du durchschaust meine Gedanken von fern. Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen. Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Verweilen in der Gegenwart
Pilgern braucht einen Rhythmus: Gehen. Innehalten. Atmen. Noch einen Moment warten. Weitergehen.
Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.

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