16.3.26 Alltagspilgern. Schritt für Schritt auf der Via Francigena. Blog und Podcast auf Ostern hin

Montag, 16. März

Audio

Von Berceto nach Pontrémoli

Ich wähle eine Variante des Weges und gehe nicht über den Pass – dann müsste ich an der Straße entlanggehen – sondern über den Monte Valloria, was zwar höher ist, aber mit großartiger Aussicht belohnt wird. Stetig bergab, später auf einer ruhigen Nebenstraße, erreiche ich rechtzeitig vor dem nahenden Gewitter Pontrémoli. Dort treffe ich meine Pilgerfreunde wieder. Die Unterhaltung beim Essen erzählt vom Tag und streift auch die Frage, wie man „richtig“ pilgert. Doch gibt es kein „richtig“, sondern jede und jeder pilgert, wie es ihm und ihr entspricht. Dann ist es „richtig“.

Ein Impuls

Manche Tagen gleichen der Überquerung eines Passes. Sie sind gefüllt und meistens laufen sie nicht so, wie geplant. Ein Ausreißer und Unvorhergesehenes ist meistens auch dabei. Es gibt Arbeit, Begegnungen und auch Zeiten des Durchatmens. Ein Tag kann furchtbar gewesen sein oder unglaublich leicht, meistens irgendetwas dazwischen. Vielleicht ergibt sich heute die Gelegenheit, Gott auf einen Kaffee, einen Tee, einen Spaziergang … einzuladen und ein wenig über den Tag zu plaudern.

Verweilen in der Gegenwart

Pilgern braucht Proviant: Heute ganz bewusst essen, ohne Ablenkung durch Zeitung, Fernsehen, Radio, Handy … Gut kauen und auf den Geschmack kommen.

Vielleicht ist dir auch ein anderer Gedanke in den Sinn gekommen. Dann verweile dort.